Korken Winzergenossenschaft Glottertal
Roter Bur
65jähriges Jubiläum
Traubenernte mit dem Ochsenkarren Schon seit Jahrhunderten wird im Glottertal Weinbau betrieben. Um das Jahr 1400 waren auf dem Einbollen Reben gepflanzt worden und im Laufe des 15. Jahrhunderts nahm der Weinbau im Glottertal seinen Anfang. Die älteste Erwähnung von Reben im Glottertal, die heute bekannt ist, stammt aus dem Jahre 1585 und steht im Zusammenhang mit dem Schloss Winterbach.

Nachdem der Weinbau im Glottertal im 16. Und 17. Jahrhundert weitgehend zum Erliegen gekommen war, änderte sich das gegen Ende des 18. Jahrhunderts grundlegend. Wieder gingen die Impulse vom Schloss Winterbach aus. Als Karl von Kleinbrodt um 1770 Schlossherr wurde, pflanzte er in den folgenden Jahren am Schlossberg ein großes Stück Reben an. Da er im Ort ein angesehener Mann war, folgten ihm bald viele Bauern in allen vier Gemeinden des Glottertales, so dass der Weinbau im Tal rasch große Verbreitung fand. Um 1835 begannen die Ohrensbacher Bauern, ihr Ödfeld und die wenig ergiebigen Wälder im Eichberg zu roden, und legten dort Reben an.

Der Höchststand des Weinbaus im Glottertal wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erreicht. Damals wurden nicht nur am Eichberg und Schlossberg Reben gepflanzt, sondern fast jeder Bauer legte auf seinem Hofgelände Reben an, teilweise bis in sehr hohe Lagen. In Oberglottertal besaß der Hartererhof große Rebstücke. Sogar auf dem Wuspenhof hatte man Reben.

> Gründungsgeschichte der Winzergenossenschaft Glottertal